Networking – Der Erfolgsfaktor für Gründer

Laut dem Duden ist Networking das Knüpfen und Pflegen von Kontakten, die dem Austausch von Informationen und dem beruflichen Fortkommen dienen. Soweit so gut, dass Networking wichtig für die eigene Startup-Karriere ist, hören Gründer immer wieder. Dabei ist Networking mehr als ein abgedroschenes Buzzword. Es ist ein elementarer Bestandstandteil, um das eigene Business langfristig erfolgreich zu machen.

Eine Studie der Universität Toronto zeigt allerdings, dass Menschen sich beim Netzwerken schlecht fühlen. Das schlechte Gefühl entsteht vor allem dann, wenn sie dem Netzwerkpartner keinen sinnvollen Gegenwert bieten können. Netzwerke sind also erst dann richtig wirksam, wenn die Qualität der Beziehungen gleichwertig ist.

Und was heißt das nun für Gründer? Wer sich ein gutes Netzwerk aufbauen möchte, bittet nicht wahllos Menschen um Gefälligkeiten. Vielmehr ist er sich über seine Needs im Klaren und hat einen konkreten Plan. Er kennt den Zweck seines Netzwerks und ist bereit etwas in Vorleistung zu geben. Networking ist also nicht nur der Aufbau eines möglichst großen Netzwerks, sondern auch dessen Intensivierung und Pflege. Es ist ein ständiges Geben und Nehmen und das kann sogar Spaß machen. Tut es dies nicht, umgibt man sich schlichtweg mit den falschen Leuten.

3 gute Gründe für aktives Networking

  1. Niemand weiß alles.

Deswegen ist es richtig und wichtig von und mit Gleichgesinnten zu lernen. In jeder Stadt gibt es zahlreiche Startup-Events, oft sogar kostenlos. Ob in Form von Meetups oder Workshops, es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich Wissen anzueignen. Neben persönlicher Weiterentwicklung und Weiterbildung lohnt sich die Event-Teilnahme für Socialising. Es geht darum die richtigen Mitstreiter zu finden. Ob Mitgründer, Kooperationspartner oder die ersten Mitarbeiter.

Dabei unterstützen wir dich natürlich auch bei uns in der innoWerft. Durch Coachings, Mentorings sowie unsere Up2B-Programme helfen wir dir, beim Ausbau deines Netzwerks.

2. Gemeinsam statt einsam.

Gerade zu Beginn der Gründung kann der Arbeitsalltag ziemlich einsam erscheinen. Vor allem als Solo-Gründer, der noch auf der Suche nach passenden Teamkollegen ist. Noch dazu musst du dich parallel um Themen von Produktentwicklung bis hin zu Finanzen kümmern. Hier hilft das Arbeiten in sogenanntenn Co-Working Spaces. Hier bekommst du die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Intelligentes Beziehungsmanagement ist für Early Stage Startups Gold wert. Know-How Lücken können so über das eigene Netzwerk eingeholt und die Arbeitsbelastung auf mehreren kompetenten Schultern verteilt werden.

3. Neue Kontakte bringen neue Kunden.

Das eigene Netzwerk kann also durchaus als Akquise-Kanal genutzt werden. Damit ist nicht gemeint seinem Gegenüber plump das eigene Angebot anzupreisen. Dazu gehört etwas mehr Feingefühl. Es geht nicht darum aufdringlich zu sein oder sich ständig verkaufen zu müssen. Durch klug eingesetztes Know-How und das Teilen von Wissen, besteht die Chance sich als Experte zu präsentieren. So entstehen durch Weiterempfehlungen interessante neue Projekte. Laut einer IBM Studie werden 80 Prozent aller Aufträge über Empfehlungen vergeben. Nichts ist überzeugender als die gute alte Mundpropaganda.

7 Tipps, die Networking zum Erfolgserlebnis machen

Das nächste Event oder die nächste Weiterbildung steht an. Wer erfolgreich netzwerken möchte, sieht hier nicht nur die Möglichkeit den eigenen Horizont zu erweitern. Es ist die Chance interessante Menschen kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Das A und O ist eine gründliche Vorbereitung. Messen und Kongresse bieten oft die Option die Teilnehmer im Vorfeld zu recherchieren. Es empfiehlt sich im Vorfeld Termine zu vereinbaren und gezielt Personen zu kontaktieren. Achte darauf, dass diese Personen dir einen Mehrwert bieten und du ihnen ebenfalls einen sinnvollen Gegenwert anbieten kannst.

Es ist eine Selbstverständlichkeit und doch kommt es immer wieder vor – Visitenkarten vergessen! Wer seine Kontaktdaten nicht weitergeben kann, hat bereits verloren, bevor das Networking richtig begonnen hat. Alternativen zu den üblichen Papierkärtchen gibt es bereits. Plattformen wie LinkedIn oder Xing bieten die Möglichkeit der Vernetzung über QR-Codes als digitale Visitenkarte. Virtuelle Netzwerke dienen als Ergänzung zu realen Netzwerken. Digitales Networking sollte nicht beliebig erfolgen. Die Präsenz in den gängigen beruflichen Online-Netzwerken setzt, wie auch im persönlichen Gespräch, sinnvollen Content voraus. Die Ziele sind dabei vielfältig, spielen letztendlich aber alle eine große Rolle in der Selbstvermarktung.

Wenn Interessen und Gesprächsthemen sich ähneln, fällt der Austausch mit Gleichgesinnten leicht. Auch wenn dabei eine gewisse Distanz zu hierarchisch vorgesetzten Personen wahrgenommen wird. Gerade diese haben aber häufig relevante Informationen oder können in bestimmten Situationen weiterhelfen. Beim Aufbau des eigenen Netzwerks sollte also darauf geachtet werden gerade Personen einzubinden, die Mentor-Qualitäten haben.

Oft unterschätzt werden die privaten Netzwerke von Friends & Family. Wertvolles Know-How liegt auch im persönlichen Umfeld und bleibt oft unentdeckt. Networking im privaten Umfeld hat zudem den entscheidenden Vorteil der Vertrauenswürdigkeit. Vertrauen muss nicht erst hart erarbeitet werden, sondern hat sich in der Regel bereits über Jahre aufgebaut.

Netzwerke basieren auf Vertrauen, Respekt, gegenseitiger Unterstützung und Ehrlichkeit. Es geht einzig und allein um Beziehungen zu Menschen. Daher ist umso wichtiger authentisch zu bleiben. Ein Mensch, der sich seinen Vorstellungen entsprechend verhält und für seine Prinzipien eintritt, wird als glaubwürdig wahrgenommen. Das gilt für alle Bereiche des Lebens und eben auch für das Networking. Es erscheint weniger sinnvoll in den angesagten Golfclub zu gehen, wenn man von dem Sport und dem Ambiente eigentlich nichts hält.

Die gute Nachricht, Netzwerken kann man lernen. Gerade wer ungern auf Menschengruppen zugeht, braucht eine eigene Strategie. Diese Strategie variiert genauso wie die eigene Persönlichkeit. Networking muss nicht als Einzelkämpfer geschehen. Gemeinsam mit einem Kollegen ist die Ansprache Fremder oft einfacher. Dabei hat diese Strategie den positiven Nebeneffekt, dass der Kollege einem Personen aus seinem eigenem Netzwerk vorstellen kann. Und vielleicht gehört der Kollege auch zu den Menschen die Networking genießen. So agiert er nicht nur als Türöffner, sondern auch als Vorbild, von dem das Zugehen auf Andere gelernt werden kann.

Das Ansprechen und Kennenlernen von neuen Menschen ist nur der erste Schritt. Der Kontakt muss ausgebaut und vertieft werden. Ein solides Netzwerk entsteht durch nachhaltige Kontakte, die gepflegt werden. Dabei gilt je mehr Zeit und Aufmerksamkeit in den neuen Kontakt investiert wird, desto intensiver wird die Beziehung.

Jetzt.de Redakteur Christian Helten bringt es auf den Punkt. “Nicht zu netzwerken ist fürs Berufsleben wie nie Zähne zu putzen fürs Liebesleben: selten erfolgreich”.

Du willst dein Netzwerk weiter ausbauen, aber dir fehlen noch die richtigen Kontakte?

Dann bist du bei uns genau richtig!

Nehm jetzt Kontakt zu uns auf und bekomme Zugang zu unserem exklusiven Netzwerk aus potentiellen Mitarbeitern, Kunden, Mentoren und Investoren!

Wir freuen uns auf deine Anfrage

JETZT NETZWERKEN!


Unser Up2B Breakthrough-Teilnehmer Matteo Mantovani im Interview

Up2B Breakthrough, ist das Frühphasen-Accelerator-Programm der drei Up2B-Partner Startup MannheimTechnologiepark Heidelberg und innoWerft Walldorf. Es adressiert B2B Hightech Start-ups in der (Pre-)Seed-Phase. Das diesjährige sechswöchige Intensivprogramm, vom 25. April bis 7. Juni 2019 in Walldorf, führte 11 teilnehmende internationale Startups von der Ideation- über die Konzeptphase bis hin zur Entwicklung eines validierungsfähigen Geschäftsmodells und Produktkonzepts.

Wir haben uns mit einem Programmteilnehmer und Startup Gründer aus Italien unterhalten und ihm Fragen zum Startup Angebot der innoWerft und seiner Motivation ein Startup zu gründen gestellt.
Im folgenden Interview erfahrt ihr, was das Besondere an dem Up2B-Programm und der innoWerft ist!

Verrate uns doch bitte kurz wer du bist.

Hey, mein Name ist Matteo Mantovani und bin vor 45 Jahren in Cremona geboren und lebe nun in Mailand mit meiner Frau Giulia (Architektin) und unseren beiden Töchtern Matilde und Vittoria. Als CEO & Mitgründer der Fuzzy Factory habe ich einen biomedizintechnischen Magisterabschluss in Ingenieurwesen der Chirurgie, einem anderen in Gesundheitsökonomie und seit letztem Jahr einen Abschluss in HTA (Gesundheitstechnologiebewertung). Vor der Startup Gründung war ich zwanzig Jahre in der Funktion als Verkaufsbereichsleiter in der Vermarktung und dem Verkauf von medizinischen Geräten für Operationssäle und Intensivstationen tätig.

Warum gründest Du?

Als Kind habe ich viel Zeit mit meinen Großeltern und meinem Hund Tom auf dem Land verbracht. In diesen Jahren habe ich immer die Wunder der Natur beobachtet und gleichzeitig wollte ich etwas herstellen. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich noch den Träumen dieser Zeit nachhänge. So haben mich immer zwei Dinge im Leben angezogen: Menschen, die in schlechteren Bedingungen und mit einfacherer Technologie leben als wir. Denn schließlich kann die heutige Technik viel dazu beitragen, um den Zustand der Menschen zu verbessern. Deshalb habe ich das Startup Fuzzy Factory gegründet und unser erstes Produkt entwickelt. Dabei war es nicht leicht einen sicheren Job zu verlassen und ein neues Abenteuer mit einem ungewissen Ausgang zu unternehmen.

 

Was genau macht Dein Startup und was ist das Besondere an deiner Geschäftsidee?

Wie oft hat man schon Schmerzen bemerkt oder neuen Schmerz empfunden. Anstatt eine Arzttermin zu vereinbaren wendet man sich an Dr. Google zur Selbstdiagnose. Mit unserem Startup helfen wir Medizinstudenten ihr Wissen über eigene Communities auszutauschen und dabei gleichzeitig zusätzliches Geld zu verdienen. Wir bieten Belohnungen pro Interaktion, und je mehr die Community den „Influencer “ anerkennt, desto mehr zusätzliches Geld kann verdient werden. Nach dieser ersten Phase erweitern wir das gleiche Modell als Marktplatz für Kliniken, Krankenschwestern, Patienten, Produktspezialisten im medizinischen Sektor, Sportler, Sportunternehmen, Nahrungsmittelunternehmen etc…

 

Wie sieht die Startup Landschaft in Italien vs. Deutschland aus?

Heute befinden sich Italien, wie auch viele andere europäische Länder, in einer Phase der Veränderung. Wir haben eine erhebliche Verzögerung gegenüber Deutschland erreicht, auch wenn wir im letzten Jahr eine beträchtliche Anzahl von Ideen und Initiativen generiert haben. Ich bin überzeugt, dass die „neue Generation“ im Süden von Italien in den kommenden Jahren Startups zu großen Erfolgen verhelfen. Dennoch glaube ich, dass es heute kein besseres Ökosystem in Europa heute gibt als das, das derzeitig in Deutschland zur Verfügung gestellt wird. Deutschland hat einen Wettbewerbsvorteil und einen Sinn für Arbeitsleistung an dem wir ein Beispiel nehmen müssen.

 

Wie bist du auf innoWerft und das 6-wöchige Up2B Programm Breaktrough (BT) aufmerksam geworden?

Als wir Fuzzy Factory gegründet haben, dachten wir sofort daran uns bei einem wichtigen Startup Accelerator zu bewerben, um aus der sogenannten italienischen Komfortzone herauszukommen. So lag es auf der Hand sich nach Deutschland und somit zur innoWerft zu orientieren. Wir haben vorab einige Programme, Testimonials und Profile aller Mentoren & Partner konsultiert und der Up2B Accelerator hat uns ganz klar überzeugt. Im Vorhinein haben wir sehr viel autodidaktisch ausprobiert und dabei viele Fehler gemacht. Als sich die Chance ergab sich für das Up2B Breakthrough Programm zu bewerben, haben wir nicht gezögert, denn wir waren bereit, die Segel in dieses Abenteuer mit der richtigen Stimmung und Einstellung zu setzen.

 

Hast du das Erlernte schon direkt in deinen Startup anwenden können bzw. erste Erkenntnisse bereits in deine Community/Netzwerk eingebracht?

Ja, das habe ich! Ich bin immer der Meinung gewesen, es sofort auszuprobieren, zu prüfen, zu fragen und sich in die Lage des Endverbrauchers zu versetzen, um so viele Erfahrungen wie möglich zu generieren!

Ab der ersten inhaltlichen Veranstaltung bei Breakthrough haben wir relevante Werkzeuge für unser Geschäftsmodell erhalten, aber vor allem haben wir gelernt, unsere Geschäftsidee mit den kritischen Augen zu betrachten. Umso wichtiger ist es, möglichst frühzeitig zu erkennen, welche Aufgaben man umsetzen muss, weil sie von zentraler Bedeutung sind. Es ist eine nicht alltägliche Übung, die enorme Anstrengung verlangt, um alle lebenswichtigen Bestandteile des Startups mit einander zu verbinden. Im Breakthrough Programm wird der größte Schwerpunkt auf die Erstellung des Business Modell Canvas und dessen Schlüsselfaktoren und somit der eigentlichen Geschäftsidee gelegt.

 

Was findest Du besonders gut am Breakthrough-Programm?

Ich habe sehr viel gelernt und das auch außerhalb der so genannten „Komfortzone“. Das anspruchsvolle sechswöchige Programm verlangt wirklich viel Schweiß und Energie. Die Tage vergehen sehr schnell und jedes Mal fühlt es sich so an, als müsste man bei null beginnen. Aber genau dafür sind wir als Teilnehmer hier – um sich die Programminhalte mit entsprechender Unterstützung eines kompetenten Ansprechpartners zu erarbeiten. Durch das B´reakthrough-Programm erhalten die Ideen eine klare Struktur. Hier gibt es eine perfekte Mischung von Kompetenz, Ernst, Professionalität und Respekt. Ich bin dem innoWerft Geschäftsführer Dr. Thomas Lindner, dem gesamten Up2B Team, sowie allen Mentoren dankbar, die mich dabei unterstützten.

 

Was ist dein take away aus Breakthrough?

Ich komme aus einer Kultur, die das Scheitern nicht zulässt. Dieses Programm hingegen gibt Raum für Fehler und zeigt gleichzeitig auf, wie diese in Zukunft als Chance gesehen werden können.

Ganz nach dem Motto: „Gib niemals auf!“
Und auch als im Endspurt plötzlich das Durchhaltevermögen und die Geduld nachließ, motivierte mich das Up2B Team! „Bleib dran, halte an deinem Ziel und Deiner Idee fest. Suche den Erfahrungsaustausch in Gesprächen. Persönliche Netzwerke sind extrem bedeutend und immer ausbaufähig. Interagiere mit potenziellen Endverbrauchern und verpasse nie die Gelegenheit, um dich mit Investoren zu treffen.“

 

Was sind die nächsten Schritte und wie konsequent möchtest du sie umsetzen?

Ich würde sehr gerne am Firecamp-Programm teilnehmen. Ich weiß, dass bei der hohen Konkurrenz die Auswahl nicht leicht sein wird. Dennoch verwenden wir unsere ganze Energie und Leidenschaft dieses Ziel zu erreichen. Wir als Startup benötigen diese Art von Unterstützung und das innoWerft Team sind die richtigen Mentoren für uns. Das ist jetzt auch unser Fokus: Gib dein Bestes!

Würdest Du das Breakthrough-Programm und die innoWerft weiterempfehlen und wenn ja, warum?

Ja! Ich habe bereits angefangen, „meine Story“ in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, um sich über dieses exemplarisches professionelles und unterstützende Programm von Up2B auszutauschen. Hier erhält jeder wertvollen Tipps und Hinweise als Rüstzeug und die bestmögliche Vorbereitung auf dem Weg in eine erfolgreiche Selbständigkeit.

Du willst auch mit uns durchstarten?

JETZT DURCHSTARTEN!

Der Up2B Accelerator wird organisiert von der innoWerft in WalldorfStartup Mannheim und dem Technologiepark Heidelberg.