Gründer für Gründer: Deine Erfindung richtig schützen - Innowerft
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Gründer für Gründer: Deine Erfindung richtig schützen

03 Aug Gründer für Gründer: Deine Erfindung richtig schützen

Meistens spielt der Zeitpunkt, in einen bestimmten Markt in der Softwarebranche einzutreten, eine entscheidende Rolle. Aber was passiert, wenn die Lösung, trotz des richtigen Zeitpunktes, IP (Intellectual Property)-Rechte anderer verletzt? Oder wenn die eigene ungeschützte Lösung von Wettbewerbern nachgeahmt wird? Das kann teure und bittere Konsequenzen verursachen.

Noury Khayat, Gründer von BonusRoute, erläutert was er im Recht-Workshop zu diesem Thema gelernt hat und gibt Tipps die andere Gründer beherzigen sollten:

Gründer für Gründer

Um solche unnötigen Szenarien zu vermeiden, habe ich – als Gründer des Startups BonusRoute – mit sechs anderen Startups am Workshop “Schutz von Erfindungen mit Bezug zu Software” teilgenommen. Matthias Zahn, European Patent Attorney, hat den Workshop am Montag, dem 25. Juli 2016, in den Räumlichkeiten der innoWerft durchgeführt und ihn mit einem lehrreichen Vortrag angereichert. Der Workshop wurde im Rahmen des “Durchstarten”-Förderprogramms der innoWerft organisiert.
Innerhalb von zwei Stunden erhielten wir intensive Einblicke in die Welt vom Schutz des geistigen Eigentums. Dabei hat uns Matthias Zahn über die Systematik der Patentierung informiert und exemplarische Patente ausgehändigt.

Sehr interessant für viele der Startups waren die Besonderheiten, die die Patentierung von Software-Lösungen betreffen. Die Erfindung muss eine technische Lösung bieten, aber wenn der Computer eine Rolle spielt, dann kann die Abgrenzung von administrativen, nicht-technischen Aufgabenstellungen schwierig sein. Außerdem ist es bei verteilten Systemen zu beachten, dass die angewandte Struktur der Lösung dementsprechend erläutert und patentiert wird. Eine unklare Formulierung, die beispielsweise Clients und/oder Server nicht unterscheidet, kann das Patent gegenüber Wettbewerbern unbrauchbar machen. Ob der Patentinhaber die Patente in Anspruch nimmt oder nicht, hängt wiederum von strategischen Entscheidungen ab.

Der Schutz von Erfindungen ist nicht kostenlos und es ist nicht vorhersehbar, ob dieser Schutz je gebraucht wird. Ob es sich lohnt, eine Lösung zu patentieren oder nicht, kommt auf den einzelnen Fall an. Ein Kriterium sollte beachtet werden, dass die Patentierung die Einzelheiten der technischen Lösung offenlegen muss. Wettbewerber könnten daraus erfahren, wie sie vorgehen müssen.

Ich persönlich bin kein Fan von Patenten. Ich glaube, dass Patente echte gemeinsame Entwicklungen verhindern und die Position von großen Konzernen gegenüber Startups festigen. Z.B. die Open-Source Philosophie hat die Softwarewelt bereichert. Ohne die Open-Source-Philiosophie würde unsere Gegenwart anders aussehen. Aber in der Realität kann die Patentierung ein existenznotwendiger Bestandteil vom Geschäft sein, deshalb sollte man von idealen Werten absehen. Wertvolle Anhaltspunkte für weitere Recherchen haben ich und die anderen teilnehmenden Startups mitgenommen.

Noury Khayat, Gründer von BonusRoute

Noury Khayat, Gründer des Startups BonusRoute.

BonusRoute bringt Loyalitätsprogramme und Kundenkarten als Dienst (Loyalty-as-a-Service) zu den Massen. Mit einer neuartigen Plattform und white-labeled Apps wird es den kleinen Geschäften ermöglicht, eigene digitale Cloud-basierte Loyalitätsprogramme und Kundenkarten on-demand aufzubauen.

Die Zukunftsvision von BonusRoute blickt auf Innovationen in den Bereichen von Marktforschung und FinTech hin.

Mehr über BonusRoute erfahren: www.bonusroute.com