Was ein Grill, Fahrradschloss und eine Schlafbrille gemeinsam haben – Eindrücke vom 84. Gründergrillen am CIE

Die Würstchen brutzeln auf dem Grill, Bierflaschen zischen, Kronkorken klirren und man hört Stimmengewirr. Oft fällt das Wort „Startup“ – und das nicht ohne Grund. Wir befinden uns nämlich beim 84. Gründergrillen des Center for Interdisciplinary Entrepreneurship des KIT am 31. August 2017, gehostet von der innoWerft. Obwohl es noch offiziell Sommer ist, erinnern die Temperaturen und der graue Himmel eher an Herbst. Doch den Umständen trotzen die Veranstalter mit einer guten Alternative zum Outdoor-Plan am CIE-Würfel. Und diese geht auf: 50 Personen (darunter Gründer, Berater, Investoren, Interessierte) stehen teils zwischen Grill, Getränken und Gerthsen-Hörsaal und unterhalten sich, essen ihre Brötchen mit Würstchen (für vegetarische wurde natürlich auch gesorgt). Kurz davor wurden sie von Max (CIE) begrüßt und von Ingmar Wolff (innoWerft) über erfolgreiche vergangene und anstehende Acccelerator-Programme der iW und Partner Technologiepark Heidelberg sowie Startup Mannheim informiert. Auch ein Interview mit erfolgreichen Fire Camp-Teilnehmern von BRC (einem Startup, das Photovoltaikanlagen optimiert) und Cecile Elias (iW) durfte nicht fehlen.

Jetzt ist erstmal lockeres Netzwerken, Austausch und Jobvermittlung angesagt. So manche ahnen es schon, andere sind sich noch nicht bewusst, dass sie gleich spontan innovativ sein, andere zum Lachen bringen und dafür sogar Preisgeld gewinnen werden. Worum es sich handelt? Das werden wir gleich erfahren. Schon werden die Gäste ins Foyer gerufen und stehen plötzlich einem Tisch voller Gegenständen gegenüber: teils verrückt, teils aus dem Alltag gegriffen. Davor stehen drei innoWerftler: Ingmar und seine „Losfeen“ Sina Schneider und Alexandra Bartelt eröffnen nun den Pitch of Things und erklären das Vorhaben: Freiwillige oder dazu Ermutigte kommen nach vorne, erhalten spontan einen der Gegenstände, den sie ad hoc überzeugend vorstellen und anpreisen sollen – innovative Ideen erwünscht. Es geht auch direkt los.

Martin und Ingmar sind die Ersten. Martin beginnt mit einer Tip-Ex-Maus, die eigentlich ein Hello Kitty-Gesicht besitzt und ihn wohl weniger anzusprechen scheint. Doch er meistert die Herausforderung gekonnt und pitcht das Pitchen. Genauer gesagt, ermutigt er die Gäste, ihr Können auf die Probe zu stellen. Auch der Moderator lässt es sich nicht nehmen und präsentiert selbstbewusst ein grünes Papp-Steuerrad mit Stiel. Angeblich ist es sogar elektronisch und verrät dem Kunden per künstlicher Intelligenz und GPS, was er will und wohin der dafür gehen muss. Es folgen Gabriel und der multifunktionale Football, der so ziemlich alles kann. Aber auch Dinge wie eine Plastikpflanze für Dekorateure und Gießfaule, eine Schlafbrille für Economy-Class-Reisende werden plötzlich in ein ganz anderes Licht gerückt. Viele schmunzeln. Auch überzeugend: der Pitch des iW-Papierschiffchens, das sich mehrfach umfunktionieren lässt; zum Beispiel zu einem Hut. Doch auch eine Blumenkette kann viel mehr als man glaubt. Die Menge ist sichtlich amüsiert – Besonders als Marc das iLock anpreist; das etwas andere Fahrradschloss. Mit ihm kann man Dinge anderer abschließen und sich zu Eigen machen. Allerdings sollte man danach schnell wegrennen. Dieser Pitch sollte nicht Straftaten anstiften. Dasselbe gilt für den Defender. Er ist kein gewöhnlicher Schirm, denn mit ihm kann man binnen Sekunden Aufdringliche abschirmen oder gar vertreiben.

Nach der Applausprobe und kurzem Abwägen innerhalb der Jury stehen die Gewinner fest: Als Sieger und Preisgeldträger gehen Marc (iLock), unsere Defender-Repräsentantin Stafanie sowie Artjom und sein Schiffchen hervor. Applaus und Gratulation!

Die Musik geht an, man wendet sich wieder den Gesprächen und kulinarischen Dingen zu. „Eigentlich komme ich ja gar nicht aus dem Marketing, aber das hat wirklich Spaß gemacht.“ (Man hört Begeisterung, die die Veranstalter natürlich freut. Danke!)

Gegen 22:30 neigen sich die Essens-Vorräte dem Ende zu und die Gäste gehen langsam nach Hause. Ein paar Soziale und Fleißige bleiben noch da, um beim Abbau zu helfen. Es geht alles ganz schnell; Tische, Grill und Co. werden im Halbdunkeln an ihren Ursprung geschleppt. Schließlich verabschiedet man sich und freut sich über die gute Zusammenarbeit.

Das war das 84. Gründergrillen beim Centre for Interdisciplinary Entrepreneurship am KIT. Wir sind zufrieden – über die Teilnehmer und die Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion. Vor allem hatten wir aber Spaß. Bis zum nächsten Mal und Grüße aus der innoWerft-Redaktion!

Natürlich waren mehr Helfer daran beteiligt als hier erwähnt. Z.B.: Nina Stock, Daniela Musial-Lember, Raoul Haschke, Florian Fischer und natürlich Max Isensee, Ingmar Wolff, Cecile Elias, Sina Schneider und Alexandra Bartelt.